Der große Zauberer Oz

Der weite Weg bis zur Erfüllung eines Traums



31 Jan

Der Traum lebt

Sonntag, 31. Januar 2010, 13:18 Uhr

Hallo Matthias,

nach der Präsentation Deines Weihnachtsstücks “Der große Zauberer Oz” gestern vor dem Vorstand, hat dieser nach längerer und kontroverser Diskussion beschlossen, Dir die Inszenierung zu übertragen.

Ich freue mich, Dir dese Entscheidung mitteilen zu können.

Beste Grüße

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31 Jan

Nicht aufgeben!

Sonntag, 31. Januar 2010, 9:02 Uhr

Meine Frau ist ein Schatz.
Sie hat mich bestärkt darin, nicht aufzugeben.
Wir schaffen das, zur Not auch ohne die vorbehaltslose Unterstützung von wirklich Allen!

Wir werden Unterstützung erhalten. Es gibt genügend Leute, die das Projekt wohlwollend betrachten und vielleicht werden auch momentane Ablehner letztendlich zu Befürwortern, ist das Projekt erst einmal am Laufen. Bestimmt werden sie das. Da bin ich zuversichtlich.

Ich werde also die Termine klären, einen möglichen Probenplan entwerfen und dies dem Vorstand vorstellen.
Dann gilt es!
Hopp oder Top!

Auf keinen Fall werde ich meine Co-Regie fallen lassen, auch nicht, wenn das bedeuten würde, mit einem anderen Partner das Vorhaben durchführen zu können. Entweder wir erhalten das Vertrauen, in dieser Konstellation, auch mit dem Makel, dass einige Proben nicht mit beiden Regisseuren laufen, oder die Geschichte ist vorbei.
Auch auf ein Trio werde ich mich nicht einlassen. Eine Dreierkonstellation halte ich für äußerst unglücklich. Es ist schwer, sich zu Zweit gut abzustimmen. Zu Dritt ist es fast unmöglich.

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30 Jan

Der Traum ist vorbei

Samstag, 30. Januar 2010, 21:31 Uhr

Erfahrung ist mein Defizit und mein (erfahrener) Co wird nicht bei jeder Probe dabei sein können.
Das – in dieser Kombination – ist es, was das Ganze scheitern lässt.

Der Vorstand hat die Entscheidung zwar noch nicht endgültig gefällt, nur vertagt. Ich soll noch einmal nachhaken und klären, an welchen Terminen genau mein Co nicht da sein wird, wann und wie oft ich alleine proben muss. Ich habe aber das Gefühl, dass das keine große Rolle mehr spielen wird. Nicht wirklich. Die Entscheidung ist gefallen. Gegen uns. Gegen mich.

Ich erwäge ernsthaft, meinen Inszenierungsvorschlag und damit meine Bewerbung zurückzuziehen. Noch vor Klärung der Terminfrage. Ich vermute stark, dass einige der Termine so ungünstig fallen, dass sie ohnehin eine abschlägige Entscheidung nach sich ziehen werden.
Und mir hat nicht gefallen, wie dieser Punkt zur Diskussion gebracht wurde. Gerade als Debutant brauche ich das Zutrauen, das Wohlwollen der Vorstandsmitglieder. Und von Einigen ganz besonders. Ich brauche ihre Unterstützung. Ihre vorbehaltslose Unterstützung. Und der kann ich mir jetzt nicht mehr wirklich sicher sein.

Damit ist der Traum vorbei. Für dieses Mal und für die nächsten Jahre. Vielleicht für immer.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mich noch einmal so intensiv darauf einlassen kann, um mit dem gleichen Eifer, dem gleichen Feuer an ein solches Projekt heranzugehen. Immer wird der Zweifel an mir nagen und alles Engagement einbremsen. Die Furcht davor, wieder einen Dämpfer zu erhalten.

Auch ein sanftes Herantasten, eine mehrfache Assistenz oder Co-Regie hinter einem sehr erfahrenen Regisseur – so lehrreich, wie das sein mag – kann mich nicht wirklich begeistern. Wenn ich mich mit aller Leidenschaft auf ein Projekt einlasse, auf der Regieseite tätig sein will, dann möchte ich auch steuern können, selbst die Fäden in der Hand halten, selbst die Entscheidungen treffen dürfen.
In letzter Konsequenz bedeutet das: Abschied vom Regieführen.
Generell.

Aber wir schlafen nochmal drüber…

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28 Jan

Die Präsentation steht

Donnerstag, 28. Januar 2010, 21:59 Uhr

Sie hat 10 Seiten, inklusive Deckblatt und Abschlussblatt, ist (hoffentlich) ansprechend gestaltet, aber sehr sachlich gehalten.

Nach einer Inhaltsübersicht, gebe ich eine sehr kurze Zusammenfassung der Geschichte, bevor ich das Bühnenkonzept erläutere. Angefangen mit Figurenzahl und Besetzungskriterien, dem Ablauf der Bilder, über die erforderlichen Bühnenbauten, bis hin zu Technik, Requisite und Kostümen, wird das Konzept dargestellt. Den vielleicht wichtigsten Teil zum Abschluss, bildet eine Kalkulation aller Produktionskosten und die Präsentation des Regieteams, soweit vorhanden.

So, damit sollte ich gewappnet sein für Samstag.
Hoffen wir das Beste!

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27 Jan

Coaching oder kein Coaching?

Mittwoch, 27. Januar 2010, 21:39 Uhr

Es war eine interessante Erfahrung. Zum ersten Mal war ich in der Situation vor einem kritischen Publikum mein Stück und mein Regiekonzept vorzustellen. Das Spannende an der Sache: Überzeuge ich hier nicht, ist an dieser Stelle der Traum zu Ende.

Ist es mir gelungen?

Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht.

Es ist sehr verständlich, dass der Verein nicht jedem das Regiezepter hinterher wirft. Die Rolle des Regisseurs beinhaltet eine gewaltige Verantwortung. Versagt man, hinterlässt man eine Vielzahl an frustrierten Menschen, die aus Lust und Freude am Theaterspielen sich ehrenamtlich engagieren. Ja man kann den ganzen Verein in den Boden stampfen, da unser Publikum ein sehr hohes Niveau gewöhnt ist und nun auch erwartet.

Also, kein Raum für Experimente, keine Spielwiese für Selbstdarsteller.

Vielleicht kann ich es, vor diesem Hintergrund, als Erfolg verbuchen, dass unser potentieller Coach, nicht rundheraus abgelehnt hat. Und alles andere sehen wir am Wochenende.

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