Der große Zauberer Oz

Der weite Weg bis zur Erfüllung eines Traums






30 Jan

Der Traum ist vorbei

Samstag, 30. Januar 2010, 21:31 Uhr

Erfahrung ist mein Defizit und mein (erfahrener) Co wird nicht bei jeder Probe dabei sein können.
Das – in dieser Kombination – ist es, was das Ganze scheitern lässt.

Der Vorstand hat die Entscheidung zwar noch nicht endgültig gefällt, nur vertagt. Ich soll noch einmal nachhaken und klären, an welchen Terminen genau mein Co nicht da sein wird, wann und wie oft ich alleine proben muss. Ich habe aber das Gefühl, dass das keine große Rolle mehr spielen wird. Nicht wirklich. Die Entscheidung ist gefallen. Gegen uns. Gegen mich.

Ich erwäge ernsthaft, meinen Inszenierungsvorschlag und damit meine Bewerbung zurückzuziehen. Noch vor Klärung der Terminfrage. Ich vermute stark, dass einige der Termine so ungünstig fallen, dass sie ohnehin eine abschlägige Entscheidung nach sich ziehen werden.
Und mir hat nicht gefallen, wie dieser Punkt zur Diskussion gebracht wurde. Gerade als Debutant brauche ich das Zutrauen, das Wohlwollen der Vorstandsmitglieder. Und von Einigen ganz besonders. Ich brauche ihre Unterstützung. Ihre vorbehaltslose Unterstützung. Und der kann ich mir jetzt nicht mehr wirklich sicher sein.

Damit ist der Traum vorbei. Für dieses Mal und für die nächsten Jahre. Vielleicht für immer.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mich noch einmal so intensiv darauf einlassen kann, um mit dem gleichen Eifer, dem gleichen Feuer an ein solches Projekt heranzugehen. Immer wird der Zweifel an mir nagen und alles Engagement einbremsen. Die Furcht davor, wieder einen Dämpfer zu erhalten.

Auch ein sanftes Herantasten, eine mehrfache Assistenz oder Co-Regie hinter einem sehr erfahrenen Regisseur – so lehrreich, wie das sein mag – kann mich nicht wirklich begeistern. Wenn ich mich mit aller Leidenschaft auf ein Projekt einlasse, auf der Regieseite tätig sein will, dann möchte ich auch steuern können, selbst die Fäden in der Hand halten, selbst die Entscheidungen treffen dürfen.
In letzter Konsequenz bedeutet das: Abschied vom Regieführen.
Generell.

Aber wir schlafen nochmal drüber…






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