Der große Zauberer Oz

Der weite Weg bis zur Erfüllung eines Traums



27 Mrz

Probenplanung

Samstag, 27. März 2010, 19:54 Uhr

Ein überaus schwieriges Thema.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie man die Planung der Proben angeht. Beim Rumpelstielzchen hatten wir uns vom Ensemble die Termine geben lassen, an denen sie nicht zur Verfügung stehen. Daraus haben wir eine Planung gebastelt, die möglichst allen gerecht wird. Schwierig wurde es vor allem dann, wenn zwei Darsteller, die gemeinsame Auftritte haben, sich in ihren Terminen gegenseitig ausschließen.

Aber wie man es auch macht, ein generelles Problem ist die Probendisziplin. Immer wieder gibt es Proben, zu denen nicht alle erforderlichen Darsteller anwesend sind. Das ist übel. Oft gar nicht für die Fehlenden selbst, sondern mehr noch für das restliche Ensemble, dass nun die gemeinsamen Abläufe nicht richtig einüben kann.

Wir haben uns deshalb entschieden, den Probenplan schon vor der Stückvorstellung fertig auszuarbeiten und vorab zu verteilen. Schon beim Sommerstück hat man damit gute Erfahrungen gemacht. Es wurde allgemeinhin begrüßt, dass man sich schon so früh informieren kann, was auf die einzelnen Darsteller zukommt. Jeder kann sich daraufhin entscheiden, ob das Probenkonzept für ihn passt und tragbar ist.

Sicherlich birgt das die Gefahr, dass manch einer sich abschrecken lässt und wir einige Rollen vielleicht nur schwer besetzt bekommen. Aber ich denke, dass ist immer noch besser, als bei jeder Probe auf irgendjemanden verzichten zu müssen.

Also, wir haben ihn gemacht. Den kompletten Probenplan, bis hin zur Premiere, ja, bis zur letzten Aufführung.

Gemeinsam mit diesem Probenplan werden wir einen Szenenplan, wer in welcher Szene dran ist, und einen Rollenspiegel, mit einer groben Charakterisierung der einzelnen Rollen, über die interne Taunusbühnen-Webseite unseren Mitgliedern zur Verfügung stellen. Wer interessiert ist, kann sich so schon vorab damit beschäftigen.

Und hoffentlich nehmen dann alle, die sich bereit erklären mitzuwirken, diesen Plan sehr ernst.

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16 Mrz

Der Text ist fertig

Dienstag, 16. März 2010, 20:28 Uhr

Der Text ist fertig. Fertig überarbeitet.

Wir haben nun ein straffes, knackiges Script, welches genügend Raum für spielerische Elemente lässt. Der anvisierte Zeitrahmen von 90 Minuten sollte nun nicht mehr ausgefüllt oder gar überschritten werden.
Eigentlich müsste man das Stück noch einmal laut lesen und dabei die Zeit stoppen. Vielleicht werde ich das auch noch tun, allein, um mich im Ganzen auf den neuen Text einzustellen. Aber wahrscheinlich werde ich erst die Stückvorstellung nutzen, um die Dauer abzumessen. Hier werden wir ohnehin das ganze Stück von den Mitspielwilligen lesen lassen. Nicht, um ein Casting vorzunehmen, sondern einfach, um allen den Text und damit das Stück nahezubringen.

Ursprünglich hatte ich mir ja den Ablauf der Stückvorstellung ganz anders ausgemalt. Ich wollte es anders machen. Anders als bisher üblich. Ich wollte etwas Neues probieren.
Ich hatte vor, das Stück mit eigenen, freien Worten vor einer Bilderschau zu präsentieren, nachzuerzählen. Im Anschluss wollte ich ein Casting anhand von ausgewählten Textpassagen durchführen. Zugegeben, ganz neu ist das nicht. Aber ich wäre der Erste gewesen, der eine illustrierte Stückvorstellung macht.

Nun kommt es anders.

In einem Punkt muss ich meinem Regiepartner Recht geben. Ein Casting anhand von vorgelesenem Text ist ziemlich unzureichend. Die stimmlichen Qualitäten der Darsteller sind nur ein winziger Bruchteil, von dem, was für unsere Charaktere wesentlich ist. Vielmehr müssen wir in Betracht ziehen, welche körperlichen Möglichkeiten unsere Darsteller haben. Sind sie beweglich? Können sie bestimmte Eigenheiten der Figuren glaubhaft vermitteln? Dafür müssten wir ein ausgedehntes Casting anhand von Improvisationen durchführen. Aber das ist für die Gegebenheiten eines Amateurtheaters nicht sinnvoll, nicht effektiv.
Unsere Bewerberschar wird sich nach Berücksichtigung der offensichtlichen Kriterien für die einzelnen Rollen sehr übersichtlich gestalten. Wir können froh sein, wenn sich überhaupt für jede Rolle jemand anbietet. Und da wir die Mitglieder unserer Bühne recht gut kennen, dürfte letztendlich die Rollenvergabe auch ohne Casting nicht allzu schwer fallen.

Und ohne Casting wäre die Stückvorstellung sehr schnell vorbei. Sie wäre auch sehr trocken. Denn Teamvorstellung und Erläuterung des Probenkonzeptes sind nicht die Gründe, weswegen unsere Mitglieder zur Stückvorstellung kommen. Sie wollen sich zeigen, sie wollen demonstrieren, dass sie mitmachen möchten, und sie wollen das Stück kennenlernen. Wenn wir nun schon das Casting streichen, können wir nicht auch noch das Stück auf ein Komprimat reduzieren.

Vielleicht kann ich hierbei die geplante Bilderschau doch noch an den Mann bringen…

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10 Mrz

Geduld und Text

Mittwoch, 10. März 2010, 19:37 Uhr

Außer Arbeiten am Text passiert nicht viel. Was Probenplanung und damit auch Probenanzahl und Probenstart betrifft, muss ich mich ohnehin auf meinen Partner einstellen. Zumal er zeitlich wesentlich mehr limitiert ist, als ich. Auch hat er sehr klare Vorstellungen, wie die Probenarbeit laufen soll. Naja, mir soll’s recht sein, wenn das Ganze weniger zeitaufwendig wird…

Am Text haben wir wieder einige “kleinere” Änderungen vorgenommen. Alles Dinge, die dem Fluss zugute kommen, die die Sache rund machen. Alles Dinge, die ich gerne und bereitwillig übernommen und eingearbeitet habe.

Etwas schwerer habe ich mich mit der “Sterbeszene” getan. Hier wird die böse Hexe mit Wasser begossen, worauf sie zerfließt und sich vollständig auflöst. Begleitet wurde das ursprünglich von einem großen Lamento durch die Hexe. Jammernd und zeternd beschwört sie ihre Tragik, als große und mächtige Herrscherin von einem kleinen Mädchen vernichtet zu werden. Mit Wasser.
Der Vorschlag war nun, das Alles entfallen zu lassen, und die Erklärung, warum Wasser zur Vernichtung der Hexe führt, dem Dienstmädchen zu überlassen.
So weit so gut. Allerdings fiel es mir schwer, einen Ansatz für eine nachvollziehbare Äußerung des Dienstmädchens zu finden, ohne den ganzen Text in größerem Umfang umzubauen.
Deshalb habe ich das komplette Lamento einfach nur auf ein einziges Wort reduziert:

Wasser!

Das sagt alles. Das Ergebnis sieht man. Den Rest kann man sich denken. Und wenn nicht, auch nicht schlimm.

Bei der Einarbeitung der ganzen Vorschläge kam mir eine szenarische Idee.
Wenn der Zauberer Oz schließlich doch die Wünsche von Scheuch, Holzfäller und Löwe erfüllt, bedient er sich “alltäglicher” Dinge aus unserem heutigen Umfeld. Ein Handy mit SD-Karte als Gehirn, eine herzförmige Pralinendose als Herz und als Mut war ursprünglich eine Cola-Flasche vorgesehen. Als optischer Gag für Erwachsene.
Aber, das würde die Botschaft “Cola macht Mut” beinhalten. Ganz abgesehen davon, dass wir keine Schleichwerbung für irgendwelche Produkte machen wollen, diese Botschaft wäre sehr fragwürdig.
Auch Alkohol, anstelle von Cola, ist wirklich keine Alternative. Und jede Art von Flasche könnte für Alkohol gehalten werden. Zu dumm.
Was aber, wenn wir eine Thermoskanne verwenden? Ein Bezug zu Alkohol oder Softtrinks ist damit vom Tisch. Erwachsene werden an Kaffee erinnert und sich beim “Brrr, wie scheußlich!” des Löwen hoffentlich darüber amüsieren.
Es darf nur keiner darüber nachdenken, wie lange sich dieser Kaffee schon in der Kanne befinden mag… ;)

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