Der große Zauberer Oz

Der weite Weg bis zur Erfüllung eines Traums






16 Mrz

Der Text ist fertig

Dienstag, 16. März 2010, 20:28 Uhr

Der Text ist fertig. Fertig überarbeitet.

Wir haben nun ein straffes, knackiges Script, welches genügend Raum für spielerische Elemente lässt. Der anvisierte Zeitrahmen von 90 Minuten sollte nun nicht mehr ausgefüllt oder gar überschritten werden.
Eigentlich müsste man das Stück noch einmal laut lesen und dabei die Zeit stoppen. Vielleicht werde ich das auch noch tun, allein, um mich im Ganzen auf den neuen Text einzustellen. Aber wahrscheinlich werde ich erst die Stückvorstellung nutzen, um die Dauer abzumessen. Hier werden wir ohnehin das ganze Stück von den Mitspielwilligen lesen lassen. Nicht, um ein Casting vorzunehmen, sondern einfach, um allen den Text und damit das Stück nahezubringen.

Ursprünglich hatte ich mir ja den Ablauf der Stückvorstellung ganz anders ausgemalt. Ich wollte es anders machen. Anders als bisher üblich. Ich wollte etwas Neues probieren.
Ich hatte vor, das Stück mit eigenen, freien Worten vor einer Bilderschau zu präsentieren, nachzuerzählen. Im Anschluss wollte ich ein Casting anhand von ausgewählten Textpassagen durchführen. Zugegeben, ganz neu ist das nicht. Aber ich wäre der Erste gewesen, der eine illustrierte Stückvorstellung macht.

Nun kommt es anders.

In einem Punkt muss ich meinem Regiepartner Recht geben. Ein Casting anhand von vorgelesenem Text ist ziemlich unzureichend. Die stimmlichen Qualitäten der Darsteller sind nur ein winziger Bruchteil, von dem, was für unsere Charaktere wesentlich ist. Vielmehr müssen wir in Betracht ziehen, welche körperlichen Möglichkeiten unsere Darsteller haben. Sind sie beweglich? Können sie bestimmte Eigenheiten der Figuren glaubhaft vermitteln? Dafür müssten wir ein ausgedehntes Casting anhand von Improvisationen durchführen. Aber das ist für die Gegebenheiten eines Amateurtheaters nicht sinnvoll, nicht effektiv.
Unsere Bewerberschar wird sich nach Berücksichtigung der offensichtlichen Kriterien für die einzelnen Rollen sehr übersichtlich gestalten. Wir können froh sein, wenn sich überhaupt für jede Rolle jemand anbietet. Und da wir die Mitglieder unserer Bühne recht gut kennen, dürfte letztendlich die Rollenvergabe auch ohne Casting nicht allzu schwer fallen.

Und ohne Casting wäre die Stückvorstellung sehr schnell vorbei. Sie wäre auch sehr trocken. Denn Teamvorstellung und Erläuterung des Probenkonzeptes sind nicht die Gründe, weswegen unsere Mitglieder zur Stückvorstellung kommen. Sie wollen sich zeigen, sie wollen demonstrieren, dass sie mitmachen möchten, und sie wollen das Stück kennenlernen. Wenn wir nun schon das Casting streichen, können wir nicht auch noch das Stück auf ein Komprimat reduzieren.

Vielleicht kann ich hierbei die geplante Bilderschau doch noch an den Mann bringen…






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