Der eigentliche Start in die Probenarbeit ist bei uns und dieses Mal die Leseprobe.
Davor jedoch haben wir einen Elternabend für die Eltern der mitspielenden Kinder gesetzt. Vielleicht langweilig für’s Ensemble, aber wichtig für uns, damit alle Eltern wissen, was auf sie und ihre Sprösslinge zukommt und wie ernst es uns damit ist. Nicht, dass jemand kurz und spontan entscheidet, eben mal schnell in den Urlaub zu fahren oder einen Wochenendtrip zu Tante Emma zu unternehmen. Taunusbühne ist ja nur ein netter Zeitvertreib.
Nein!!
Nett ja, aber keine Kinderanimation!
Wir wollen professionelle Arbeit leisten, auch wenn wir keine Profis sind. Unser Anspruch ist hoch.
Dieses Anliegen wollten wir den Eltern vermitteln und uns von ihnen die Unterstützung zusichern lassen. Schriftlich.
Und dann ging es endlich los.
Jeder durfte in seiner Rolle das Stück lesen. Das ganze Stück hintereinander weg.
Es klappte gut.
Ich denke, wir haben eine gute Rollenverteilung hinbekommen, auch wenn wir noch nicht komplett sind. Gerade die gewagten, die ungewöhnlichen Besetzungen passen prima.
Wir haben insgesamt eine Stunde gelesen. Das ist im Rahmen, bei angepeilten 90 Minuten Spieldauer. Wir werden straff inszenieren müssen. 15 Minuten Puffer pro Hälfte sind schnell aufgebraucht. Auspielen der Szenen, Umbauten, Kämpfe, etc. Da wir aber kein Musical produzieren und damit keine Lieder hinzukommen, haben wir gute Chancen, die 90 Minuten einzuhalten.
Sinn und Zweck der Übung war jedoch, dem gesamten Ensemble noch einmal Gelegenheit zu geben, dass Stück als Ganzes wahrzunehmen. Wenn wir in die Einzelproben gehen, Gruppenproben zur Rollenfindung vor und Szenenproben nach den Sommerferien, werden wir uns nur mit kleinen Ausschnitten und Details befassen. Schwierig für den Einzelnen, das große Ganze zu erkennen. So haben sie es wenigstens schon einmal gehört. Und wissen jetzt, wo ihr Charakter zum Einsatz kommt und welche Bedeutung er für die Geschichte hat.