Ja, da hat der Oz-Blog nun mal einige Tage ohne neuen Eintrag auskommen müssen. Dabei sind durchaus einige Dinge passiert.
Wichtig: Wir konnten nun endlich, nach einer Ehrenrunde, unsere Besetzung komplettieren. Nachdem sich schon einmal alles wunderbar gefügt hatte, mussten wir doch einige Absagen oder Rückzieher hinnehmen.
Ich bin sehr froh, dass dies so früh passiert ist! Zu einem späteren Zeitpunkt hätte uns das vor ernsthafte Probleme gestellt.
So konnten wir in Ruhe abwarten und überlegen, welche Möglichkeiten sich noch anbieten mögen.
Und tatsächlich, das ist das Schöne an der Taunusbühne, hat unser Hilferuf nach einem Löwen gleich mehrere Interessenten auf den Plan gerufen. Wirklich gute Alternativen! Und letztendlich bekam ich sogar meine bevorzugte Besetzungsvariante, einen erwachsenen, männlichen Löwen. ![]()
Auch alle anderen Rollen haben wir nun in einer, wie wir meinen, hervorragenden Weise besetzt.
Nun kann geprobt werden.
Ja, geprobt haben wir schon. Trotzdem. Ohne größere Schwierigkeiten.
Die gibt es eher durch Überschneidung mit der Sommerproduktion. Dadurch werden viele Kräfte gebunden. Kaum unmittelbar, aber doch in den Köpfen. Natürlich werden jetzt viele helfende Hände benötigt. Hände, die zupacken können. Im Oz-Ensemble sind jedoch nur wenige Erwachsene, fast keine Männer. Also nicht gerade diejenigen, die jetzt so dringend gebraucht werden. Und trotzdem erzeugt es Augenbrauenrunzeln, wenn wir zeitgleich Wochenendproben machen. Ich verstehe das. Durchaus.
Dennoch habe ich, das gebe ich offen zu, kein schlechtes Gewissen.
Beide Produktionen sind wichtig. Klar. Und die näherliegende genießt die höhere Priorität. Auch klar.
Unser Probenplan nimmt von vornherein größtmögliche Rücksicht auf die Termine des Sommerstücks. Alles ist aufeinander abgestimmt.
Wir sind darüberhinaus bereit, flexibel zu reagieren, wenn ungeplante Aktionen notwendig werden. Daran soll es nicht scheitern. Notfalls sagen wir auch Proben ab oder verschieben sie, sollte das erforderlich sein.
Von daher sehe ich keinen Grund, der unausgesprochenen Erwartungshaltung, die Wochenenden vor der Premiere generell freizuhalten, nachzukommen. Dafür haben wir zu wenig Zeit zur Verfügung. Wir proben vor allem mit Kindern. Unter der Woche ist das schlecht oder nicht möglich.
Ich denke auch, wir können die kritischen Brauenrunzeleien sowie die ungesagten Freihalteaufforderungen den allgemeinen Nervositäten vor Premieren und den permanenten Schwierigkeiten, fleißige Helfer zu finden, gut zuschreiben. Wir werden dann auch nicht begeistert sein, wenn bereits im November Proben für den Faust, unser nächstes Sommerstück, angesetzt werden. Schon rein aus Prinzip!